Velocity made Good

Im Winterlager. Endspurt. Teil 1.

Die fünfte Jahreszeit der Karnevalisten neigt sich schon dem Ende zu. Für die Booties beginnt der Endspurt. Jedenfalls wenn man pünktlich am 04.04. den Krantermin in die neue Saison wahrnehmen möchte. Und das ist unser Plan.

Winterlager für Boote und Yachten
Voll ist es im Winterlager. Oder gemütlich. Frage der Perspektive.

Antifouling in Holland – was darf man noch?

Die Diskussion rund um die angekündigten Kontrollen der Antifouling Anstriche in Holland schlägt hohe Wellen. Das Online Magazin Stegfunk versucht hier engagiert durch Interviews und Rückfragen Licht ins Dunkel zu bringen. Wir haben uns mal streng an diese Liste gehalten. Das passte ganz gut, da auch vorher International Micron 350 drauf war, und das LZ der offizielle Nachfolger dieses Produkts ist.

Interessant bleibt die wahrscheinlich auf ewig unbeantwortete Frage, wie man das tatsächlich verwendete Antifouling „im Wasser“, sprich, „unter Wasser“ kontrollieren möchte. Aber der Plan besteht. Spannend. Wünsche mir fast so eine Kontrolle um herauszufinden wie sie es anstellen.

Viele Boote im Winterlager
Ohne Arbeitslicht wird es bei schwarzem Antifouling schwer duster unterm Schiff

Der Zustand der Unterwasserschiffs war hervorragend. Nach der initialen Reinigung beim Kranen Ende der letzten Saison offenbarten sich schnell alle Baustellen. Und es gab keine. Nur das Antifouling neu, die Anoden ausgewechselt, fertig. Nun sind zwei Schichten International Micron LZ aufgebracht, recht dick. Sehr dick. Wir spielen mit dem Gedanken die Medusa nächsten Winter im Wasser zu lassen. Der Klimawandel wird’s zeigen. Sylvester auf dem Wasser. Das wäre mal nett.

Baustelle Badeplattform

Die Ausgangssituation war übel. Auf der leicht gebogenen Badeplattform wurde mit Hilfe von Balsaholz und Flexiteak mal eine begradigte Trittfläche geschaffen. Zwischen diesen zwei Materialien genau eine dünne Lage einlaminiert. Dafür aber rundherum mit kräftig Sika verklebt. Das alles hat die Jahre nicht überstanden, das Balsa war mit Wasser vollgesogen, die dünne Laminatschicht hatte lange aufgegeben. Die gute Nachricht; Die Substanz darunter war in Ordnung. Nach dem Entfernen des ganzen Mülls, haben wir uns für eine schnelle und erst mal einfache „Reparatur“ entschieden. GFK pur, dann versiegelt, dann lackiert, so werden wir die ersten Wochen der neuen Saison beginnen und die Gedanken über die finale Lösung reifen lassen.

Bass. Bass. Wir brauchen Bass. Neue Lautsprecher im Cockpit und im Salon.

Chillige Loungemusik bei Flaute, Nirvana bei 5 Knoten, Volbeat bei Starkwind. Man will ja was hören. Die alten Lautsprecher im Cockpit funktionierten nur noch zu 50%, die im Salon ebenso. Also neu. Innen wie aussen bekam Medusa neue Lautsprecher. Angetrieben von einem kleinen Bluetooth Digitalverstärker, einfach zu verbinden mit jedem Abspielgerät, und umschaltbar für nur Innen oder nur Aussen. Und im Winterlager haben alle in der Halle mitbekommen was die kleinen, aber feinen, und günstigen neuen Lautsprecher im Cockpit können. Passt. Baustelle abgehakt. Auf eine musikalische Saison 2020.

The Beast. Der Motor. Volvo Penta 2003R. Die Wasserpumpe.

Er lief immer wunderbar. Und wird auch hoffentlich in der neuen Saison immer gut laufen. Aber er war inkontinent. Genauer gesagt versprühte die Zirkulationspumpe des inneren Kühlkreislaufs fleissig ihr Naß im Motorraum. Wir haben die NOP Marine Consultants, genauer gesagt Peter Cordes, mit einem Refit der Pumpe beauftragt. Neue Welle, neu eindichten, wieder einbauen. Hoffen. Das ist noch nicht fertig. Aber es sind ja noch vier Wochen Zeit.

Arbeiten in der kalten Halle

Das Wichtigste. Wifi und Amazon Prime TV.

Und natürlich hatten wir auch Zeit das Wichtigste für die Reisen mit vier Kids zu installieren ;-). Das Bord Wifi mit Amazon Prime TV am Bordfernseher. Flaute, schlechtes Wetter im Hafen, Stunk im Clan. So kann für Abhilfe und Ablenkung gesorgt werden.